Histotainment Park Adventon

Die meist gestellten Fragen

Was macht Ihr da eigentlich?

Ziel des Projekts Adventon ist es, eine Stadt zu errichten, wie sie im mittelalterlichen Deutschland existiert haben könnte. Dabei sollen die Gebäude und sonstigen Einrichtungen nicht nur so aussehen wie "damals", sie sollen auch so weit als möglich mit den Materialien, Werkzeugen und Methoden des Mittelalters errichtet werden. Das bedeutet vor allem: Arbeit mit Holz und Lehm, mit Beilen und Äxten sowie von Hand!
Allerdings leben wir im Deutschland des 21. Jahrhunderts und haben uns an Gesetze, Vorschriften und Regeln zu halten. 100% Mittelalter kann und wird es daher nicht geben – zumal ohnehin niemand mit Sicherheit sagen kann, wie das ausgesehen hat. Aber wir bemühen uns, anhand der verfügbaren Quellen und Forschungen so "authentisch" wie möglich zu arbeiten, die zur Verfügung stehenden Spielräume zu nutzen und das Erlebnis "Leben, arbeiten, bauen im Mittelalter" für Beteiligte und Besucher so realistisch wie möglich zu gestalten.
Wir verstehen uns daher als Freilichtmuseum, als Museumspark für lebendige Geschichtsdarstellung, als Mittelalterexperiment, als Mitmach-Museum, als Geschichtsspielplatz und vor allen Dingen als "work in progress".

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Was bedeutet Adventon?

Adventon, das bedeutet etwas verkürzt Unternehmen Stadtgründung,
das Abenteuer ("nicht alltägliches, spannendes, nicht ganz gefahrloses Unternehmen, Erleben, Geschehen, dessen Ausgang zuerst noch nicht abzusehen ist"; Duden Band 10, 2002), ausziehen, einen neuen Weg gehen, einen Ort finden,
eine Stätte werden meint.
Im Mittelhochdeutschen taucht das Wort vom Abenteuer erstmals im 12. Jahrhundert als abentiure, aventiure, Begebenheit, Erlebnis, Wagnis, Unternehmen auf und ist ein Lehnwort aus dem Altfranzösischen, aventure. Im Vulgär-Lateinischen hieß es adventura und bedeutete erst später Ereignis, Begebenheit und Unternehmen, denn eigentlich – und das meint es auch heute noch – bedeutete es das Kommende, das, was sich ereignen wird. Ad-venire heißt im Lateinischen herankommen, daraus wird Advent, die Ankunft nach dem Suchen um einen Platz, an dem Geschichte lebendig werden kann. Lexer schreibt über den aventiuren „der auf ritterliche wagnisse auszieht; umziehender kaufmann, juwelenhändler” (sic).
Die Endung für Stadt, town, -ton, Ort, findet sich bei Ansiedlungen häufig: Washington und Edmonton sind zwar neuzeitliche Gründungen. Interessant sind aber die entsprechenden Artikel über ton, don und tuon im Lexer: don, der Gesang, das Lied, die auf einem Instrument gespielte Weise. tuon, machen, schaffen, geben, Jemandes Fürsprecher sein, Versprechen geben, aber auch berauben, erlassen, befreien, erlösen. So kann sich jede/r seine Bedeutung wählen.

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Welche Zeit wird in Adventon dargestellt?

Das Mittelalter umfasst einen ziemlich langen Zeitraum. Je nach Definition, da sind nicht alle Historiker der gleichen Meinung, dauerte es grob etwa von 500 bis 1500 n.Chr. Wir greifen manchmal in beide Richtungen darüber hinaus, wenn es ausreichend Interesse an der Darstellung gibt.
Adventon bildet ansonsten einen Zeitstrahl ab, der vom Kerngelände, der Marienhöhe aus Richtung Osten immer weiter zurück reicht, bis er ganz im Osten bei Wikingern und Slawen im Frühmittelalter (ca. 800 bis 1000 n.Chr.) ankommt. Der Kern der Stadt wird das Hochmittelalter (ca. 1100 bis 1250 n.Chr.) repräsentieren – wenn sie einmal fertig ist. Unser Hauptanliegen ist es jedoch, das historische Bauen zu zeigen, daher ist "fertig werden" eher zweitrangig.
Welche Zeit dem jeweiligen Gebäude zugrunde liegt, erfährt man bei den jeweiligen Darstellern, auf den Schautafeln oder im Rahmen einer Führung.

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Wann ist die Stadt fertig?

Keine Ahnung. Es geht uns aber auch gar nicht so sehr darum, „fertig“ zu werden. Wer eine „fertige“ Mittelalterstadt sehen will, der kann nach Heidelberg, Hirschhorn oder Rothenburg fahren. In Adventon kann man hingegen erleben, wie gebaut wurde, wie die historischen Gebäude aufgebaut sind, wie eine Lehmwand oder ein Holzdach beschaffen sind und wie lebendig sich ein Ort verändert unter der Hand der Menschen.
Die Menschen, die hier bauen, tun dies in ihrer Freizeit, unentgeltlich, freiwillig, weil sie Spaß daran haben. Unter der Woche müssen sie alle ihrem regulären Broterwerb nachgehen. Ist ja klar, dass es etwas länger dauert, wenn man nur an den Wochenenden der Saison von April bis Oktober auf der Baustelle tätig sein kann, oder?

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Wie finanziert Ihr Euch?

Nachdem auch staatliche Museen zunehmend als GmbH geführt werden, ist auch unser Living History-Museumspark eine GmbH. Die Gesellschafter sind Fürst Andreas zu Leiningen, Michael E. Wolf und der Förderverein des Parks, die Siedler e.V. Die Anfangsinvestitionen kamen und kommen von ersteren, refinanziert werden diese Investitionen durch die Eintrittsentgelte der Besucher.
Wird das, was wir hier tun, von den Besuchern nicht goutiert, wird es irgendwann nicht mehr weitergehen– wie bei jedem anderen privaten Unternehmen. Das scheint uns aber sinnvoller, als fröhlich Steuergelder zu verprassen und dann doch keine Besucher zu haben. So wachsen die Stadt und der Park nur in dem Maße, wie Sie uns sehen wollen.
Es wurden jedenfalls Fördermittel jeglicher Art weder beantragt noch entgegengenommen. Wir sind ein ordentliches Unternehmen, das Steuern zahlt und Angestellte hat. Die Handwerker auf den Parzellen, Siedler genannt, zahlen eine umsatzabhängige Pacht, die zur Finanzierung in einem sehr kleinen Maßstab beiträgt.
Mitglieder des Vereines ohne wirtschaftliche Interessen bereichern den Park nicht finanziell, sondern durch ihr Mitwirken.

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Seid Ihr ein Verein?

Das Freilichtmuseum wird von der Histotainment GmbH betrieben. Die historische Darstellung, die Belebung der Parzellen, die Errichtung der meisten Gebäude erfolgt durch die Mitglieder des Fördervereins „Siedler von Adventon e.V.“. Das sind ganz normale Menschen, die unter der Woche ganz normalen Jobs nachgehen und einen Teil ihrer Freizeit darauf verwenden, den Park mit Leben zu erfüllen.
Doch wie bei jedem Förderverein kann man natürlich auch Mitglied werden, ohne sich zur aktiven Teilnahme zu verpflichten. Passive Mitglieder unterstützen das Projekt durch ihren Mitgliedsbeitrag und indem sie für Adventon werben.
Um mal einen Tag oder ein Wochenende lang mitzuhelfen, Mittelalter zu erleben und einen Teil zum Baufortschritt beizutragen, muss man allerdings kein Mitglied sein. Freiwillige Helfer sind uns immer herzlich willkommen!

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Wie kann man mitmachen?

Da gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten! Natürlich hilft uns schon, wer regelmäßig den Mittelalterpark besucht, denn jeder Euro Eintrittsgeld kommt unmittelbar dem Betrieb dieses privaten Museums zugute.
Wer gerne selber einmal Hand anlegen möchte, ist als freiwillige/r Helfer/in herzlich willkommen. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme gibt es hier.
Um sich dauerhaft für Adventon zu engagieren, empfiehlt sich eine (passive oder aktive) Mitgliedschaft im Förderverein. Alle notwendigen Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Siedler: www.siedler-von-adventon.de.

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Was kostet eine Parzelle in der Stadt?

Keine Frage, die man mal eben so beantwortet. Wer hier siedeln will, der sollte vorher als freiwillige/r Helfer/in mitgemacht haben, der muss sich wie ein Mensch im Mittelalter in der Stadt bewähren: Nach Jahr und Tag als Helfer oder Reisiger im Verein.

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Kann man in Adventon Räume mieten?

Ja, wir haben Räume verschiedener Größe für unterschiedliche Zwecke: Für Firmen- oder Familienfeiern, Seminare, Konzerte, Gruppenausflüge, … Auch Teile des Museumsgeländes wie Turnierplatz oder Lagerwiese können gemietet werden. Und sogar heiraten kann man in Adventon, denn die Bühne im „Spießbürger“ ist offizielle Außenstelle des Standesamts Osterburken!
Da sich über Anforderungen, Details und Preise immer besser im persönlichen Gespräch austauschen lässt, setzen Sie sich doch einfach mit uns in Verbindung.
Ihr Kontakt: Telefon 0172- 625 45 35 oder E-Mail an gastro@adventon.de.

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Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im Park?

Wer für einige Tage bzw. Nächte auf Komfort und Luxus wie Zimmer mit Dusche, WC, Minibar und Fernseher verzichten kann, stattdessen aber einen atemberaubenden Sternenhimmel und romantisches Ambiente mit historischen Baustellen und lebenden Tieren zu schätzen weiß, der/die findet im Histotainment Park Adventon verschiedene Möglichkeiten, das müde Haupt zu betten.
Näheres dazu auf der Seite „Übernachten im Park“.

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Gibt es Angebote für Gruppenausflüge und dergleichen?

Betriebsausflüge, Firmenfeiern, Kindergeburtstage, Schulklassen, Familien, Sport- oder Gesangsvereine, Hochzeitsgesellschaften, Junggesellenabschiede – sie alle und viele weitere Gruppen aller Art sind in Adventon herzlich willkommen!
Ganz gleich, ob sie nur das Freilichtmuseum besichtigen und vielleicht einen Kaffee trinken, eine Führung buchen oder ein ganzes Tagesprogramm mit Unterhaltung und mehrgängigem Menü in Anspruch nehmen möchten: So individuell wie Ihre Wünsche und Anforderungen sind auch unsere Angebote!
Daher bieten wir Ihnen hier keine vorgefertigten Lösungen „von der Stange“ an, sondern laden Sie ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen und gemeinsam die optimale Lösung für Ihre Bedürfnisse und Ihr Budget zu erarbeiten.
Ihr Kontakt: Telefon 0172- 625 4535 oder E-Mail an gastro@adventon.de.

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